ma Internet-Dokumentation


Die ma Internet ist die Reichweitenerhebung der agma für digitale Werbeträger im Internet mit buchbaren Werbeflächen für die Grundgesamtheit der deutschsprachigen Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland ab 16 Jahren.

Ab 2004 wurde der Reichweitenteil der Studie „internet facts" unseres Kooperationspartners, der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (agof) umfassend methodisch in den Gremien der agma geprüft und zum ersten Mal im Juni 2009 unter dem Dach der agma veröffentlicht.

Die vierteljährlichen Berichterstattungen der ma Internet werden ca. vier Wochen nach Ende des auszuweisenden Quartals veröffentlicht.

Datenquellen

Die methodische Grundlage der ma Internet ist ein Multi-Methodenmodell mit den folgenden Datenquellen:

  1. die Ergebnisse der Technischen Messung aller an der Studie teilnehmenden digitalen Werbeträger (stationäre und mobile Webseiten und Apps)
  2. die Ergebnisse der OnSite- und InApp-Befragung
  3. die Daten mehrerer Wellen einer bevölkerungsrepräsentativen Telefonbefragung


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Virtuelles Panel

Die Datenquellen werden in einem mehrstufigen komplexen Verfahren miteinander verknüpft. Das daraus entstehende Virtuelle Panel stellt dabei das Herzstück der Nettoreichweitenermittlung dar.

Dafür werden aus rund zweieinhalb Millionen Clients etwa eine halbe Million Unique User gebildet, von denen rund 300.000 im Livebetrieb verwendet werden. Vor Verwendung der Clients ist eine Merkmalsanreicherung notwendig. Gegebenenfalls muss bei diesen noch eine Bereinigung um Fremdnutzung vorgenommen werden.

Für den Erhalt der Qualität dieses Virtuellen Panels finden kontinuierlich sich wiederholende Verarbeitungsschritte durch verschiedene Dienstleister statt.

Wiederholte Verarbeitungsschritte

Tägliche Prozesse

Im täglichen Verarbeitungsprozess werden die von INFOnline gelieferten Daten aus der Technischen Messung - die Stichprobe der Internet-Nutzung sowie die Außenvorgaben aus der Vollerhebung- bei Ankordata aufbereitet und für die Netto-Reichweiten-Anpassung herangezogen. Zur Bestimmung der Vorgaben für relevante Nettoreichweiten werden die Unique User aus der aktuellen Stichprobe mit tagesaktuellen Gewichten ausgestattet (Gewichtung) und deren Nutzung an die daraus gewonnenen Netto-Leistungswerte angepasst (Anpassung der Netto-Reichweiten). Im letzten Schritt entstehen die qualifizierten Brutto-Leistungswerte justiert an den Außenvorgaben aus der Technischen Messung (PI-Summen-Justierung).

Wöchentliche Prozesse

Die Bereitstellung der Daten aus der OnSite- und InApp-Befragung erfolgt wöchentlich durch Interrogare, ebenso wie die Ziehung der Client-Stichprobe durch INFOnline für die Merkmalsanreicherung durch Kantar. Es werden auch Proxy-Clients identifiziert und gesondert an Kantar geliefert. Im Rahmen der wöchentlichen Arbeitsschritte findet eine Aktualisierung der Unique User auf Client-Ebene im Virtuellen Panel statt.

Halbjährliche Prozesse

Im halbjährlichen Turnus werden die im Virtuellen Panel verwendeten rund 300.000 Unique User überprüft, inwieweit sie aufgrund neuer Vorgaben gemäß der bevölkerungsrepräsentativen Telefonbefragung aus Soziodemografie und Nutzungsverhalten noch repräsentativ sind (Unique User-Austausch), und gewichtet (Gewichtung). Außerdem werden die neu hinzugekommenen Unique User durch Fusion mit weiteren auswertungsrelevanten Merkmalen aus den Interviews der Telefonbefragung versehen.